Opvizor: Error prevention für VMware vSphere als SaaS-Lösung

Thomas Franke's picture

Hardware-Virtualisierung hat eine Vielzahl von Vorteilen. Das muss man heute nicht mehr lange erklären - nahezu alle Unternehmen setzen mittlerweile Virtualisierung ein. Unterschiede gibt es lediglich im Umfang der Virtualisierung und in den eingesetzten Produkten. Mit steigendem Virtualisierungsgrad nimmt jedoch auch die Abhängigkeit der Unternehmens-IT von den virtuellen Infrastrukturen zu. Treten Fehler im Bereich der Virtualisierung auf, können gleich eine ganze Reihe von Servern und Diensten betroffen sein. Für Administratoren ist es daher wichtig Probleme nach ihrem Auftreten schnellstmöglich erkennen zu können. Oder besser noch: bevor sie auftreten!

An dieser Stelle setzt die SaaS-Lösung opvizor an. Sie versteht sich als Expertensystem für VMware vSphere, das potentielle Probleme erkennen soll, noch bevor diese zu einer Beeinträchtigung des Betriebs führen. Hinter diesem Produkt steckt kein Unbekannter: CEO der opvizor GmbH ist Dennis Zimmer, der seit vielen Jahren als VMware vExpert und Buchautor bekannt ist und sich als einer der führenden Experten für VMware vSphere im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht hat. Darüber hinaus sind gleich eine ganze Reihe weiterer VMware vExperts für die opvizor GmbH tätig.

Die Einrichtung erfordert nur wenige Minuten. Auf einem Windows-Server oder –Client wird ein Agent installiert, der sich anschließend gegen ein oder mehrere vCenter Server verbinden kann. Dort werden Konfigurations- und Performancedaten sowie Logfiles ausgelesen. Die gewonnenen Daten werden durch den Agenten zunächst anonymisiert, und anschließend verschlüsselt an das in der Schweiz gelegene opvizor-Datacenter übertragen. Dort werden die Daten gegen ein Regelwerk von derzeit 670 Regeln geprüft.

Bei den Regeln handelt es sich um Empfehlungen und Best-practices von Herstellern, Sicherheitsunternehmen, erfahrenen VMware Experten, der internationalen VMware Community sowie um Erkenntnisse von opvizor-Kunden. Das Regelwerk wird ständig weiterentwickelt – jeden Monat kommen ca. 30-40 neue Regeln hinzu. Auf diesem Weg wird eine ständige Tiefenanalyse der Infrastruktur auf Basis der aktuellsten Erkenntnisse zum Betrieb von VMware vSphere erreicht. Da es für VMware-Administratoren praktisch unmöglich ist alle aktuellen Empfehlungen zu kennen und eine virtuelle Infrastruktur ständig daraufhin zu prüfen, wird der opvizor nach Angaben des Herstellers bei 99% der Kunden auch tatsächlich fündig.

Die Ergebnisse werden übersichtlich in einem Dashboard dargestellt. Zu jeder Meldung gibt es detaillierte Informationen, die das Problem und dessen Behebung ausführlich beschreiben. Wo möglich und sinnvoll werden auch gleich Video-Anleitungen oder Powershell-Skripte zur Behebung des Fehlers mitgeliefert.

Die aktuelle Version opvizor 2.0 erweitert die Analyse auch auf NetApp-Storagesysteme, insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den VMware-Hosts. In den nächsten Monaten soll eine Unterstützung für Hyper-V Host hinzukommen.

Die Lizenzierung erfolgt Host-basiert pro Jahr mit einer Rabattstaffelung für mehrjährige Verträge. Eine kostenfreie Version ist ebenfalls verfügbar. Diese ist jedoch auf 2 Hosts begrenzt und zeigt nur gekürzte Informationen zu den gefundenen Fehlern an.