Vereinfachte Migration und Management von 300 Anwendungen mit AppDNA bei der DEVK

Die DEVK migriert im Rahmen eines umfassenden Infrastrukturprojekts mehr als 300 Applikationen auf neue Systemumgebungen. Um die Risiken beim Umzug auf Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sowie bei der Virtualisierung von Geschäftsanwendungen zu minimieren, setzt die Versicherungsgruppe auf Citrix AppDNA. Die gemeinsam mit dem IT-Partner sepago implementierte Lösung für das Anwendungsmanagement soll künftig auch die Qualitätssicherung bei der Pflege und Weiterentwicklung des Software-Portfolios vereinfachen.

Die DEVK startete 2011 gleich mehrere komplexe Infrastrukturprojekte, die bis 2013 abgeschlossen werden sollen. Zum einen geht es dabei um die Aktualisierung der vorhandenen Citrix XenApp-Infrastruktur. Die Serverfarm, die Standard-Desktops für mehrere Tausend Anwender in der Zentrale und in den 19 Regionaldirektionen bereitstellt, wird auf XenApp 6.5 und Windows Server 2008 R2 aktualisiert. Zum anderen sollen verbliebene Fat Client-PCs in der Kölner Zentrale mit XenDesktop virtualisiert und damit ebenfalls ins Rechenzentrum verlagert werden. Und schließlich steht der Wechsel von Windows XP zu Windows 7 auf allen Notebooks und virtuellen Desktops an.Aufgaben der sepago

  • Prüfung der Applikationen auf Lauffähigkeit unter Windows7, App-V, XenApp und 64Bit.
  • Prüfung der Virtualisierbarkeit eines möglichst großen Teils der Applikationen
  • Prüfung der Applikationen auf Kompatibilität mit dem neuen Zielsystem
  • Identifizieren mit dem Zielsystem inkompatibler Applikationen
  • Ermittlug des optimalen Bereitstellungsverfahren

Lösung

Die Projektverantwortlichen sahen sich daher frühzeitig nach Tools um, mit denen sie den komplexen Migrationsprozess unterstützen können. Erste Tests mit kostenfreien Tools führten noch nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Vom IT-Beratungsunternehmen sepago, das die DEVK bei dem Infrastrukturprojekt unterstützt, erhielt man daher die Empfehlung, Citrix AppDNA für diese Aufgabe einzusetzen.

Citrix AppDNA ist eine Softwareplattform für das Anwendungsmanagement, die umfassende Informationenüber das Verhalten von Applikationen ermittelt und so automatisierte Kompatibilitäts-Checks ermöglicht. DieLösung führt innerhalb weniger Minuten umfassende Analysen von Anwendungen durch und sammelt dabei Tausende unterschiedlicher Informationen zum Installationsprozess, zur Nutzung von Ressourcen und Treibern sowie zu zahlreichen weiteren Eigenschaften der Applikationen. Auf Basis dieser Daten prüft AppDNA die Kompatibilität der Anwendungen mit einer oder mehreren Systemplattformen, wie zum Beispiel Windows 7 oder Windows Server 2008 R2. Gleichzeitig kann automatisiert getestet werden, ob die Anwendungen sich für den Einsatz mit Virtualisierungstechnologien wie App-V oder für die Bereitstellung via XenApp oder Remote Desktop Services eignen. Tests von Webanwendungen gegen bestimmte Browser-Versionen wie Internet Explorer 8 und 9 unterstützt AppDNA ebenfalls.

sepago innstallierte die AppDNA-Lösung bei der DEVK und importierte das gesamte Applikationsportfolio zur Analyse in das Tool. Durch ein skriptbasiertes Verfahren wurde dabei das Einlesen der rund 400 unterschiedlichen Installationspakete beschleunigt. Die AppDNA-Analyse lieferte dem Projektteam anschließend detaillierte Ergebnisse zur Kompatibilität der einzelnen Applikationen – grafisch verdeutlicht durch Ampelfarben. Alle Anwendungen, bei denen keine wesentlichen Migrationshindernisse festgestellt wurden, erhielten im Report eine grüne Auszeichnung, problematische Applikationen wurden je nach Schwierigkeitsgrad mit gelber oder roter Farbe markiert. „Mit AppDNA lässt sich detailliert aufzeigen, welche Inkompatibilitäten vorliegen und gegebenenfalls, welcher Ressourcen-Aufwand jeweils für die Behebung der Anwendungsprobleme erforderlich wäre“, sagt Marcel Meurer, Abteilungsleiter Consulting Services bei sepago. „Diese Informationen können dann direkt in den Projektzeitplan einfließen.“.

Mehrwert für den Kunden

  • Schnelle Analyse des Anwendungsportfolios
  • Anwendungstests gegen unterschiedliche Betriebssysteme und Bereitstellungsverfahren
  • Übersichtliche Klassifizierung von Kompatibilitätsproblemen
  • Deutliche Reduzierung von Migrationsrisiken
  • Höhere Sicherheit für das laufende Anwendungsmanagement

Großen Mehrwert liefert AppDNA nach Ansicht des IT-Senior-Spezialisten auch für die Desktop Transformationsstrategie der DEVK: „Unser Ziel ist, im Zuge des Infrastrukturprojekts möglichst viele Fat Client-PCs durch virtuelle Desktops zu ersetzen. Mit AppDNA können wir sehr einfach aufzeigen, für welche dieser Arbeitsplätze wir aus Anwendungsgründen tatsächlich einen individuellen VDI-Desktop benötigen und wo möglicherweise ein Shared Desktop ausreichend ist. Die Lösung hilft uns damit dabei, die flexible Bereitstellung virtueller Desktops möglichst kosteneffizient in die Praxis umzusetzen.“

Die IT-Organisation der DEVK sieht den Einsatz von AppDNA mittlerweile nicht mehr auf das Infrastrukturprojekt beschränkt. Gemeinsam mit sepago arbeitet man daran, die Lösung künftig auch für die Qualitätssicherung beim Anwendungmanagement zu nutzen. Produktverantwortliche sollen die Möglichkeit bekommen, neue Applikationen möglichst schnell und einfach zu verifizieren. Produkte, die eine rote Bewertung erhalten, sollen künftig erst gar nicht mehr in die Paketierung aufgenommen werden. „Mit AppDNA wollen wir den gesamten Prozess der Qualitätssicherung weiter optimieren, indem wir Risiken und Zeitaufwände minimieren“, fasst Bernd Lier zusammen. „Am Ende des Tages sind wir eine Versicherung – die Sicherheit beim Anwendungsanagement hat für uns daher immer eine sehr hohe Priorität.“

AppDNA macht viele zeitaufwendige Anwendungstests überflüssig und analysiert deutlich tiefer und umfassender, als es mit manuellen Verfahren möglich wäre.“

Bernd Lier
IT-Senior-Spezialist, DEVK